Biosphären-reservate /
-parke

 in Deutschland  und Österreich

 

Biosphärenreservate in Deutschland                

Als erste Biosphärenreservate in Deutschland wurden 1979 das
Vessertal und der Steckby-Lödderitzer Forst - beide DDR - von der UNESCO anerkannt. In der alten Bundesrepublik wurde 1981 der NP Bayerischer Wald auch Biosphärenreservat.
Mit dem Nationalparkprogramms der DDR 1990 wurden sechs Biosphärenreservate ausgewiesen bzw. erweitert. Insbesondere die aus Nationalparken entstandenen Biosphärenreservate entsprechen noch nicht der 1995 formulierten Sevilla-Strategie.
So wurde das Prädikat für den Bayerischen Wald 2006 zurück-gegeben. Derzeit existieren 13 Biosphärenreservate in elf Bundesländern sowie einige BR-Projekte.
 

              
             

  Lehde (BR Spreewald)

BR Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und Halligen
1990 anerkannt, 1999 dem vergrößerten Nationalpark angepasst, 2005 um die Halligen Langeneß, Oland, Gröde, Nordstrandischmoor und Hooge als Entwicklungszone erweitert, Schleswig-Holstein,
Fläche: 443.085 ha
, 97,7 % Wasserfläche,
Wattflächen, Salzwiesen, Halligen, Dünen, Strände und Sände, Flachwasserbereich der Nordsee (max. 20m)
Plattdeutsch, Friesisch
bottom-up-Prozess der Biosphärenreservatserweiterung, Verein „Halliggemeinschaft Biosphäre",
Landwirtschaft, Küstenschutz und Tourismus, gemeinsames Marketing, 
Entwicklungszone ist zwar noch zu klein, aber immerhin vorhanden,
Kooperationsvereinbarung zwischen der Halliggemeinschaft und dem Nationalparkamt in seiner Funktion als Biosphärenverwaltung,
Homepages: http://www.wattenmeer-nationalpark.de/main.htm und http://www.halligen.de/index.phtml

BR Hamburgisches Wattenmeer
1992 anerkannt, Hamburg,
Fläche: 11.700 ha,
Wattenmeer im Mündungsgebiet der Elbe, Insel Neuwerk,
Sandbänke, Düneninseln, Salzwiesen, Priele, strukturreiche, historische Insel-Kulturlandschaft, landwirtschaftliche Binnengrodenflächen 
regenerative Energien,
Homepage: 

BR Niedersächsisches Wattenmeer
1992 anerkannt, Niedersachsen,
Fläche: 280.000 ha,  
Wattenmeer, Ostfriesischen Inseln, 
ständig wasserführende Rinnen, Salzwiesen des Deichvorlandes, Salzwiesen und Dünen der Inseln,
Homepage: http://www.nationalpark-wattenmeer.niedersachsen.de/master/  C7109956_N12159642_L20_D0_I5912119.html

 

BR Südost-Rügen
1990 gegründet, 1991 anerkannt, Mecklenburg-Vorpommern,
Fläche: 23.500 ha,  
Insel Rügen: Mönchgut, Putbus und Umland, Teile der Granitz, Insel Vilm, Nordteil des Rügischen Boddens,
repräsentativer Landschaftsausschnitt des nordostdeutschen Tieflandes mit allen Landschafts- und Küstenformen des mecklenburg-vorpommerschen Küstenraumes auf kleinstem Raum, Land und Meer sind eng miteinander verzahnt: Halbinseln, Küstenvorsprünge, schmale Landstreifen, Bodden und Wieken, breite Sandstrände der Ostseeküste wechseln mit Steilküsten, Endmorönen und Niederungen, breite Schilfgürtel, Magerrasen, Salzwiesen, alte Buchenwälder,
extensiv genutzte, reich gegliederte und vielgestaltige Kulturlandschaft, großflächige extensive Schaftriften auf Moränenkernen, kulturelle Vielfalt, z.B. Großsteingräber der Jungsteinzeit, bronzezeitliche Hügelgräber, slawische Burgwälle, mittelalterliche Kirchen und Dorfstrukturen, Bäderarchitektur und die klassizistische Residenz Putbus, Rügensche Kleinbahn "Rasender Roland", 
Landwirtschaft und Fischerei, traditionsreicher Tourismus, "Jobmotor Biosphäre“, 
Partnerschaften: BR Schaalsee, NP Wollin (POL), BR Finnisches Schärenmeer, NP Vilsandi (Estland),
Homepage: http://www.biosphaerenreservat-suedostruegen.de  


Zirkow (BR Südost-Rügen)

BR Schaalsee
1990 als Naturpark Schaalsee gegründet, 1998 als Biosphärenreservat ausgewiesen, 2000 anerkannt, Mecklenburg-Vorpommern,
Fläche: 30.260 ha,  
Westmecklenburgisches Seen- und Hügelland,  an der Landesgrenze zu Schleswig-Holstein,
Schaalsee mit strukturierter Uferkante und größeren Höhenunterschieden,
Höchste Erhebung Hellberg (93 m),
pleistozän geprägte Kulturlandschaft, kalkreiche, tiefe Seen, kalkreiche Sümpfe, Auenwälder, Bruchwälder, Moore, Trockenrasen, Grünland,
alte Alleen,
hochproduktive landwirtschaftliche Nutzflächen, Vermarktung regionaler Produkte,
"Jobmotor Biosphäre“, 
Partnerschaften: BR Schorfheide Chorin, BR Südost-Rügen, im Aufbau befindliche Biosphärenreservate im Iran und im Baltikum
Homepage: http://www.schaalsee.de

 

BR Schorfheide-Chorin
1990 gegründet, Brandenburg,
Fläche: 129.000 ha,  
Uckermark, norddeutsche Jungmoränenlandschaft,
reich gegliederte pleistozän geprägte Landschaft - Endmoränen, Grundmoränen, Sander - mit ausgedehnten Buchen- und Kiefernwäldern (z.T. alte Hutewälder) , Moore, orchideenreiche Moorwiesen, oligotrophen Seen, Verlandungsbereiche stehender Gewässer, Sölle, offene Binnendünen, Trockenwälder, Trockenrasen, Wechsel von Wald mit Acker- und Grünlandflächen, sehr dünn besiedelt,
nachhaltige Landwirtschaft und Erhalt bedrohter Nutzpflanzen wie alte Getreide-, Kartoffel-, Gemüse-, und Obstsorten, Regionalmarke,
traditionelle Siedlungsstrukturen mit Gutsdörfern, Herrenhäusern, Feldsteinkichen, Klosterruine Chorin (Backsteingotik), 
Partnerschaften: BR Schaalsee, BR Sierra de las Nieves (Andalusien, ESP), BR Issyk-Kul (Kirgistan)
Homepage: http://www.schorfheide-chorin.de 

 

BR Flusslandschaft Elbe
1979 durch die Anerkennung des Naturschutzgebiet Steckby-Lödderitzer Forst
als Biosphärenreservat  gegründet, 1997 erweitert zum länderübergreifenden Biosphärenreservat, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt,
Norddeutsches Tiefland, mittlerer Flussabschnitt der Elbe auf einer Länge von über 400 Kilometer, eines der größten Biosphärenreservate Europas,
Gesamtfläche: 354.000 ha
letzter naturnaher Strom in Deutschland, naturnahe Hart- und Weichholz-Auen, Bruch- und Niederungswälder an den Zuflüssen, weite Überschwemmungsflächen mit Wiesen, Sandufern, Binnendünen mit Sandtrockenrasen, Altwasser und Qualmwasserzonen

bestehend aus:
Naturpark Mecklenburgisches Elbetal
als Teil des UNESCO Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe,
1997 gegründet, Mecklenburg-Vorpommern,

Fläche: 42.600 ha,  
rechtselbisch zwischen Lauenburg und Dömitz,
Flussauen, Uferhänge und Binnendünen,
Homepage: http://www.elbetal-mv.de

BR Flusslandschaft Elbe - Brandenburg
1990 als Naturpark Brandenburgische Elbtalaue gegründet, 1999 Erklärung zum BR Flusslandschaft Elbe - Brandenburg, Brandenburg,
Fläche: 53.000 ha,
rechtselbisch etwa zwischen Bad Wilsnack und Lenzen,
Flussauenlandschaft mit Feuchtwiesen, Altwassern, Auwaldresten, Talsandflächen,
sehr dünn besiedelt,
gesamter Elbdeich zwischen Lenzen und Wustrow soll zurückverlegt werden,
Homepage: http://www.mluv.brandenburg.de/cms/detail.php/lbm1.c.323681.de

BR Niedersächsische Elbtalaue
2002 gegründet, Niedersachsen,
Fläche: 56.760 ha ,
beiderseits der Elbe zwischen Schnackenburg und Lauenburg,
Flussauen, Feuchtgrünland, nacheiszeitliche Talsande und Dünenfelder, typische Offensandbereiche und Sandtrockenrasen, Buchen- und Eichenwäldern,
geprägt durch die in weiten Schleifen sich windende Elbe mit naturnahen Ufern und weiten Vorländern, regelmäßig überschwemmte Elbaue, ursprüngliche Aue mit weiträumiger Elbmarsch, von den Niederungen der Elbnebenflüsse wie Aland, Seege und Jeetzel durchzogen, 
Homepage: http://www.elbtalaue.niedersachsen.de

BR Mittelelbe
1979 BR Steckby-Lödderitzer Forst anerkannt, 1988 Erweiterung um die „Dessau-Wörlitzer-Kulturlandschaft (zweigeteiltes BR Mittlere Elbe), 1990 erneute Erweiterung und Zusammenlegung zum BR Mittelalbe, Sachsen-Anhalt 
Fläche: 125000 ha, 
Stromabschnitt der Elbe von Wittenberg bis zur Landesgrenze mit Niedersachsen, Elbtalaue, geringe Anteil der Muldeaue und Saaleaue, zahlreiche Altwasser, einzelne Talsandflächen und Dünen,
Dessau-Wörlitzer Kulturlandschaft mit typischen Solitäreichenwiesen, landwirtschaftliche Nutzung außendeichs überwiegend Grünland, innendeichs Acker,  historische Parkanlagen Dessau-Wörlitz, 
größte, zusammenhängende Auenwaldgebiet Mitteleuropas,
Gartenreich Dessau-Wörlitz als Welterbe von der UNESCO anerkannt (2000),
Homepage: http://www.biosphaerenreservatmittlereelbe.de/contenido_468/ cms/index.html

 

BR Spreewald
1990 gegründet, 1991 anerkannt, Brandenburg,
Fläche: 47.400 ha,  
Ober- und Unterspreewald,
Auenlandschaft mit ca. 1550 km Fließgewässern,
 spreewaldtypische parkartige Wiesenlandschaften mit einem kleinteiligen Landschaftsmosaik, naturnahe Erlenbruchwaldareale, extensive Feuchtwiesen, charakteristische Spreewwalddörfer Lehde, Leipe, Burg, 
in Mitteleuropa einzigartige Kulturlandschaft, seit Jahrhunderten durch die menschliche Nutzung geprägt, Transport mit dem Spreewaldkahn,
kleinteilige Landwirtschaft landschaftsbildprägend (z.B Heuschober, Gurken), Regionalmarke Spreewald, traditioneller Tourismus - Kahnfahrten,
Partnerschaften: Biosphärenreservat Palawan (Philippinen),
Homepage: http://www.mluv.brandenburg.de/cms/detail.php/lbm1.c.323683.de


Lehde (BR Spreewald)

BR Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft
1994 gegründet, 1996 anerkannt, Sachsen,
Fläche: 30.102 ha,  
Oberlausitz, etwa von Kamenz bis an die Neiße,
größtes Teichgebiet Deutschlands in einem Urstromtal der Saalekaltzeit, 
Heidelandschaft mit Kiefernforsten, Mooren und Binnendünen,
traditionelle Karpfenzucht, sorbisches Siedlungsgebiet,   
Partnerschaften: BR Spreewald; BR Flusslandschaft Elbe, BR Třeboňsko (Südböhmen, CZE)
Homepage: http://www.biosphaerenreservat-oberlausitz.de

 

BR Rhön
1990 BR Thüringer Rhön gegründet, 1991 länderübergreifendes BR Rhön anerkannt, Hessen, Bayern, Thüringen,
Fläche:185.000 ha,  
Mittelgebirge, Hohe Rhön, höchste Erhebung Wasserkuppe (950 m), Vorder- und Kuppenrhön, Südrhön,
sehr abwechslungsreiche Kulturlandschaft, "Land der offenen Fernen", markante Kegelberge und Kuppen, weite Talauen, Hochmoore, naturnahe Laubwälder auf Kalkstein und Basalt, Schluchtwälder, Basalt-Blockschutthalden, großflächige Bergmähwiesen und beweidete Halbtrockenrasen, Kalkmagerrasen, naturnahe Mittelgebirgsbäche und Auen,  
aufgrund der traditionellen Bindung der Bevölkerung an die Landwirtschaft weitgehend intakte Kulturlandschaft mit ländlichen Siedlungsstrukturen,
kurz nach der Wieservereinigung hat das BR Rhön die Gesamtrhöner Identität deutlich gefördert, Vermarktung regionaler Produkte, 
drei Verwaltungsstellen auf der Wasserkuppe (Hessen), in Oberelsbach (Bayern) und Thüringen (Kaltensundheim),
Homepage: http://brrhoen.de

 

BR Vessertal-Thüringer Wald
1979 gegründet, 1986 erweitert, 1990 erneute Erweiterung, Thüringen,
Fläche: 17.000 ha,  
Vessertal im mittleren Thüringer Wald zwischen Ilmenau, Schleusingen und Suhl, 
Mittelgebirge,
großflächiges Waldgebiet, Reste naturnaher Bergmischwälder mit Tanne, Block- und Geröllhalden, offene Felsbildungen, Hochmoore, Bergwiesen, Zwergstrauch- und Wacholderheiden, Quellbereiche und naturnahe Bachabschnitte, 
Tourismus, Wanderurlauber,
"Natura 2000 Gebiet",
Homepage: http://www.biosphaerenreservat-vessertal.de

 

BR Pfälzerwald / Nordvogäsen
1992 gegründet, 1993 anerkannt, 1998 grenzüberschreitendes deutsch-französisches BR Pfälzerwald-Nordvogesen (Vosges du Nord), Rheinland-Pfalz,
Fläche: 179.800 ha,  
Trias-Bundsandstein-Mittelgebirge, Pfälzerwald als nordwestliches Randgebirge des OberrheingrabensSüdwestdeutsches Schichtstufenland, Weinstraße,  
Wälder mit Edelkastanien, Buchen, Fichten und Kiefern, Wiesentäler, Nass- und Feuchtwiesen, Nieder- und Zwischenmoore, Quellbereiche, naturnahe Bäche,
Buntsandsteinfelsen, Höhlen, Rebland, zahlreiche Burgen,
Landwirtschaft und Weinbau, 
Homepage: http://www.pfaelzerwald.de

 

BR Berchtesgaden
1990 anerkannt, Bayern,
Fläche: 46.742 ha,  
nördliche Kalkalpen, Berchtesgadener Land,
Bergmischwälder und montane Fichtenwälder, Zwergstrauchheide, Buckelwiesen,
Borstgrasrasen, offene Felsbildungen, Felsschuttfluren, Quellbereiche, naturnahe Fließgewässer, oligotrophe Seen,
Almweiden, kleinbäuerliche Kulturlandschaft (z.B. Bauernhäuser, Stadel, Almkaser), 
Tourismus: Königssee, Berchtesgaden,
Homepage: http://www.nationalpark-berchtesgaden.bayern.de/nationalpark/ biosphaerenreservat/index.htm

 

BR-Projekt Karstlandschaft Südharz
seit Ende der 1990er Jahre in Gründung, Sachsen-Anhalt,
Fläche: ca.30.000 ha
östlicher Südharzrand,
Homepage: http://www.bioreskarstsuedharz.de/cms/index.php

 

BR-Projekt Bliesgau
2007 nach Landesrecht ausgewiesen, Anerkennung durch die UNESCO beantragt, Saarland
Fläche: 36.265 ha
Auenlandschaft der Blies, Streuobstbestände, artenreiche Wiesen, ausgedehnte Buchenwälder, 
Verdichtungsraum im Norden mit hoher Bevölkerungsdichte, 
Homepage: http://www.biosphaere-bliesgau.eu

 

BR-Projekt Schwäbische Alb 
Ausweisungsverfahren kurz vor dem Abschluss, Anerkennung durch die UNESCO  beantragt, Baden-Württemberg
Homepage: http://www.biosphaerealb.de

 
BR Bayerischer Wald
1981 anerkannt, 2006 Prädikat zurückgegeben, Bayern,
Fläche: 13.300 ha, flächengleich mit dem 1970 gegründeten NP Bayerischer Wald (ohne dessen spätere Erweiterung),  
innerer Bayerischer Wald, entlang der Staatsgrenze zu Tschechien, 
Mittelgebirgslandschaft von den Tallagen (666 m) bis zum Gr. Rachel (1453 m),
Waldökosysteme, Moore, naturnahe Bäche, Zwergstrauchheiden, offene Felsbildungen, Block- und Geröllhalden,
keine Besiedelung, überwiegend Kernzone, kaum Pflegezone, keine Entwicklungszone, nachdem die Schaffung einer Entwicklungszone in der Region keine Akzeptanz gefunden hat, wurde das Prädikat 2006 zurückgegeben

 

Dachorganisation der Nationalparke, Biosphärenreservate, 
Naturparke in Deutschland ist EUROPARC Deutschland:
 
http://www.europarc-deutschland.de
Deutsche UNESCO-Kommission - Biosphärenreservate:
http://www.unesco.de/biosphaerenreservate.html

  

Biosphärenparks in Österreich     

In Österreichs wurden 1977 vier Biosphärenreservate geschaffen.
Diese entsprechen nicht der Sevilla-Strategie (1995) und gelten heute als "alte" Biosphärenreservate. Das MAB-Nationalkomitee hat vor einigen Jahren die Bezeichnung "Biosphärenpark" festge-
gelegt. Biosphärenparks der neuen Generation sind das Große
Walsertal und der Wienerwald. Damit existieren in Österreich derzeit 6 Biosphärenparks in fünf Bundesländern. Neben den Überlegungen zur Umwandlung der alten Biosphärenparks
bestehen einige BP-Projekte.  

  
  

Radfähre Illmitz - Mörbisch (BP Neusiedler See)

BP Gossenköllesee
1977 gegründet, Tirol, 
Fläche: 85 ha,
Höhenlage: 2413 bis 2828 m,
Stubaier Alpen, hochalpiner See auf 2417 m Höhe über der Baumgrenze am Fuße des Pirchkogls (2828 m), 
Felsformationen, Moränenhügel, Flechten, alpine Rasen, Zwergstrauchheiden, 
Eisbedeckung des Sees meist von Anfang November bis Ende Juni, 
keine Besiedelung, keine Zonierung,
keine eigene Mangementstelle, Schwerpunkt Forschungstätigkeit (Limnologie) 
Homepage:

 

BP Gurgler Kamm
1977 gegründet, Tirol,
Fläche: 1.500 ha,
Höhenlage: 1900 bis 3400 m,
südöstlicher Teil der Ötztaler Alpen zwischen Königstal und Rotmoostal, 
typische zentralalpine Hochgebirgslandschaft, Zirbenwald, Zwergstrauchheiden, Latschenbestände, Grünerlengebüsche, alpinen Rasen, Schutthalden, 
keine Besiedelung, keine Zonierung,
keine eigene Mangementstelle, Schutzgebietsbetreuung Ruhegebiet Ötztaler Alpen, Schwerpunkt Forschungstätigkeit,
Homepage:

 

BP Neusiedler See 
1977 gegründet, Burgenland, grenzüberschreitend mit Ungarn - Fertö-Hansag Nationalpark
Fläche: 25.000 ha,

Höhenlage: 114 bis 480 m,
Übergang von den Alpen zur Kleinen Ungarischen Tiefebene,  
Neusiedler See und Schilfgürtel, einziger Steppensee Mitteleuropas,
Naturschutz, Tourismus,
keine Besiedelung,
BP-Management: Leiter der Biologischen Station Neusiedler See, Illmitz,
Homepage:
 
     

Im Schilfgürtel (BP Neusiedler
See)

BP Lobau
1977 gegründet, Wien,
Fläche: 1.037 ha,
Höhendifferenz: 150 bis 155 m,
Untere Lobau, Auenlandschaft im Osten Wiens,  
Weichholzaue, mit häufigen Überflutungen, Hartholz-Auwälder, Sand- und Schotterbänke (Heißländen), Wiesen,
keine Siedlungen, nur Forsthäuser, keine Zonierung,
Naturschutz und Naherholung,
Teil des NP Donau-Auen,
BP-Management: Leiter der Forstverwalung Lobau (Magistrat der Stadt Wien),
Homepage: 

 
Lobau (BP Lobau)

BP Großes Walsertal
2000 anerkannt, Vorarlberg,
Fläche: 19.200 ha
Höhendifferenz: 580 bis 2704 m
dünn besiedeltes, bergbäuerlich geprägtes Bergtal in den Nördlichen Kalkalpan nordöstlich von Bludenz,
Laub-Mischwäldern aus Buche, Esche und Ahorn, Tannen-Buchen-Wälder und montane Berg-Fichtenwäldern, Latschendickichte, Spirkenwald, kalkalpine Rasen, mächtige Schutthalden, Schluchtwälder, Wiesen und Weiden, 
typische Streusiedlungsstruktur der Walser, 
Entwicklungszone aufgrund der Talsituation zu gering,
Schwerpunkt nachhaltige Regionalentwicklung, 
Homepage: http://www.grosseswalsertal.at



BP Wienerwald

2005 anerkannt, Wien und Niederösterreich,
Fläche: 105.000 ha
Höhendifferenz: 160 bis 893 m
Übergangsbereich der Nördlichen Kalkalpan zum Wiener Becken,
enge Verzahnung von Wald- und Offenlandflächen,
auf Kalkstein Buchenwald, auf Flysch Eichen-Hainbuchenwälder, an Fließgewässern Auwaldreste mit Eschen und Schwarzerlen, Wiesen
vergleichsweise dicht besiedeltes Stadtrand- und Umlandgebiet der Stadt Wien,
im Biosphärenpark leben über 750.000 Menschen,
traditionelle Wirtschaftsformen neben Forstwirtschaft auch Ackerbau- und Gründlandwirtschaft sowie am Osthang Wein- und Obstbau,
Erholungsgebiet der Wiener mit Nah- und Wohnumfelderholung,
im Südosten die bekannten Bäder Baden und
Bad Vöslau
 
Homepage: http://www.bpww.at

 

Biosphärenparks Österreich:
http://www.biosphaerenparks.at

         

Quellen:
Ständige Arbeitsgruppe der Biosphärenreservate in Deutschland (Hrsg.) (1995): Biosphärenreservate in Deutschland: Leitlinien für Schutz, Pflege und Entwicklung. Berlin/Heidelberg.
EUROPARC Deutschland:
http://www.europarc-deutschland.de, 5.7.2008.
BfN - Biosphärenreservate
: http://www.bfn.de/0308_bios.html
, 5.7.2008.
Nationalparks Austria:
http://www.nationalparks.or.at, 4.7.2008.
Deutsche UNESCO Kommission - Biosphärenreservate:
http://www.unesco.de/biosphaerenreservate.html, 5.7.2008.
UNESCO - List of Biosphere Reserves:http://www.unesco.org/mab/BRs/EurBRlist.shtml, 5.7.2008.  
Deutsche Umwelthilfe - Lebendige Elbe: http://www.duh.de/zeitablauf.html, 7.7.2008.
Biosphärenparke Österreich: http://www.biosphaerenparks.at, 8.7.2008.
Umweltbundesamt - Biosphärenparks: http://www.umweltbundesamt.at/umweltschutz/naturschutz/schutzgebiete/ bios_parks/, 8.7.2008.
sowie Homepages der Biosphärenreservate.

Letzte Änderung am 10.7.2009, im Aufbau